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Gliederung der Abteilung: Stab, 1. (Reiter-) Schwadron, 2. (Radfahr-) Schwadron, 3. (schwere) Schwadron
Wie im Mobilmachungsfall vorgesehen stellten die einzelnen Kavallerie-Regimenter der Deutschen Wehrmacht
"Aufklärungs-Abteilungen" (A.A. bzw. AA) für die einzelnen Infanterie-Divisionen auf.
Im Wehrkreis V (Stuttgart) waren dies bei der Mobilmachung vier Aufklärungs-Abteilungen der 1. Welle (5., 25., 35. ID) und der 2. Welle (78. ID) und eine Ersatz-Abteilung.
Die Benennung der Abteilungen waren, hier bei dir 5. Division "Aufklärungs-Abteilung der 5. Infanterie-Division".
Jedoch wurde schon bald nach Kriegsbeginn die Abteilungen aus Tarnungsgründen mit dem Namen des jeweiligen Abteilungskommandeur bezeichenet,
hier mit der Bezeichnung "A.A. Scupin", jedoch schon im Polenfeldzug nach dem neuen Kommandeur "A.A. Niemack".
Diese "Tarnbezeichnungen" finden sich bis Ende des Jahres 1942.
Diese Seiten (13 und 14) sind aus dem "Gelben Heft 1961" (Nr. 2) entnommen und zeigen die Stellenbesetzung der A.A. 5
bei der Mobilmachung auf.
Im "Gelben Heft 1985" (Nr. 10) wird die Geschichte der 6. (Radfahr-) Schwadron 1936 - 1939 und weiterführend als 2. (Radfahr-) Schwadron
A.A. 5 ab der Mobilmachung 1939 erzählt.
Nähere Informationen sind über die E-Mail Adresse möglich
Mit der Mobilmachung am 26. August 1939 wurde die 1. (Reiter-) Schwadron KR 18 unter Rittmeister Handler (kam ursprünglich von den österreichischen Dragonern)
nun zur 1. (Reiter-) Schwadron der Aufklärungs-Abteilung 5 und die 6. (Radfahr-) Schwadron KR 18 unter Rittmeister Scupin wurde nun 2. (Radfahr-) Schwadron
unter Oberleutnant der Reserve Metzger der selben Abteilung. Die 3. (schwere) Schwadron wurde aus Teilen der 9. und 10. Schwadron KR 18 und aus eingezogenen Reservisten aufgestellt.
Sehr bald nach der Mobilmachung wurden bei der Stellenbesetzung kriegsbedingt Veränderungen vorgenommen. Nachdem der Schwadronschef Rittmeister Scupin noch zu Zeiten "Sicherung der Westgrenze beim Polenfeldzug" zu höherer Verwendung abkommandiert wurde, übernahm
Rittmeister Horst Niemack als Kommandeur die Abteilung. Sein Abteilungs-Adjutant wurde Leutnant Eberhard Blum.
Mit Beginn des Westfeldzugs am 11. Mai 1940 überschritt die "Divisions-Aufklärungs-Abteilung" die luxemburgische Grenze
im Rahmen des deutschen Gebirgskorps, durchquerte den Norden des Großherzogtums und überschritt am 12. Mai bei Sprimont die belgische Grenze.
Am 14. Mai hatte die Abteilung vor dem Ort Levrezy an der Maas erste Gefechtsberührung. Hier fielen auch in der Nacht die ersten Angehörige der Abteilung.
Dies waren Leutnant Woellwarth und der Gefreite Brugger. In der Nacht vom 15./16. Mai 1940 überschritt die Radfahr-Schwadron die Maas oberhalb Revin
und überwand die Ardennen. Leutnant Blum erhielt für einen erfolgreichen Spähtrupp zu dieser Zeit als erster Angehöriger der Abteilung das Eiserne Kreuz 2. Klasse
(EK 2). Die Abteilung ging gegen Les Masures vor, hier machte die Abteilung über 150 Gefangene. Am Abend des 17. Mai erhielt die A.A. 5 Befehl,
nach Süden abzudrehen und im Eilmarsch die Höhen des "Chemins des Dames" zu erreichen und die Übergänge über den Aisne-Oise-Kanal
bei Berry au Ba Pontavert - Beaurieux - Oeuilly - Pontarcis zu sperren und zu halten. Die A.A. 5 wurde am 22. Mai während der Abwehrkämpfe als Divisionsreserve
zurückgezogen und war im Zuge des großen Umgruppierens nach dem Sieg von Dünkirchen am 4. Juni für die Fortsetzung der Offensieve gegen Zentralfrankreich
aus der Unterstellung des XVIII. Armee-Korps (Generaloberst List) ausgeschieden und wurde fortan dem VI. AK in der 2. Armee (Generaloberst Freiherr von Weichs,
einst Kommandeur des KR 18) unterstellt. Die Abteilung erhielt Befehl, die Sperren nach Westen umholend zu umgehen und bei Damery den Marne-Übergang zu erreichen.
Dieser Sturmlauf das Marnetal hinab zum Marneübergang von Damery veranlasste die Franzosen, die Brücke selber zu zerstören. Damit war jedoch die
französischen Armee um Reims vom Rückzug nach Paris abgeschnitten. Rittmeister Niemack erhielt das Ritterkreuz, Unteroffizier Knauer, Wachtmeister Hainle und Leutnant Bettag
das Eiserne Kreuz 1. Klasse (EK 1). Die A.A. 5 hatte in den 2 Monaten des Frankreichfeldzuges rund 1500 km zurückgelegt!
Nach dem Übergang über die Aube gab es bei den Verfolgungsmärschen keine Feindberührung mehr.
Am 25. Juni 1940 erlebte die Schwadron südlich der Loire in Milly den Waffenstillstand.
Nach dem Waffenstillstand verbrachte die A.A. 5 fast ein Dreivierteljahr im besetzten Frankreich um danach ins Reich zurückverlegt zu werden.
Nur kurz war der Aufenthalt im Mühlhausen im Elsaß. Schon im März 1941 verlegte die Abteilung nach Mlava in Polen, noch nicht ahnend,
dass der Krieg gegen Sowjetrußland bevor stand.
Der Ostfeldzug begann am Morgen des 22. Juni 1941 - die Abteilung bekam den Auftrag, einen Brückenkopf über den Njemen zu bilden.
Schon um 19.30 Uhr konnte Rittmeister Niemack der Division melden, dass dieser Auftrag erfüllt sei, der Division war somit ein schnelles
Vorstoßen ermöglicht. Sie drehte später nach Süden ab, um den bei Bialystok gebildeten Kessel zu schießen. Für ihren Einsatz erhielt
Rittmeister Niemack das Eichenlaub, Wachtmeister Hainle (aus der Gegend von Ludwigsburg) das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Im Juli 1941 wird die Abteilung kurzfristig von Major Freiherr von Mühlen geführt (Gegend um Smolensk), im folgt im Herbst Rittmeister Ballhorn.
Nach Abschluß der Schlacht von Wiasma am 13. Oktober 1941 erhielt die 5. Infanterie-Division die Nachricht, dass sie zur Auffrischung
und Umgliederung nach Frankreich verlegt werde. Noch im November erreichte die Abteilung ihr neues Ziel an der oberen Loire in Frankreich.
Umgliederung der 5. Infanterie-Division in eine "leichte Infanterie-Division" - November 1941 bis Ende Januar 1942.
Die Aufklärungs-Abteilung 5 wird umgegliedert zur "Radfahr-Abteilung 5", bestehend aus dem Stab, der 1. und 2. (Radfahr-) Schwadron
und der 3. (schweren) Schwadron.
Anfang Februar 1942 wird die Division und mit ihr die Radfahr-Abteilung 5 der Heeresgruppe Nord unterstellt, neues Einsatzgebiet
ist Staraja Russa südlich des Ilmensee. Hier beginnt der "Flaschenhals der Festung Demjannsk". Von hier aus Vorstoß nach Osten um eine Verbindung zum Kessel
von Demjansk herzustellen. Am 21. März 1942 morgens 7.30 Uhr beginnt die Stoßruppe "Seydlitz" (5. le. I.D., 8. le. I.D., 329. I.D.) das Unternehmen "Brückenschlag".
Am 20. April wird der erste Kontakt mit den Eingeschlossenen im Demjansker-Kessel hergestellt.
Am 8. Mai 1942 wird die 5. le.I.D. im Wehrmachtbericht genannt.
In den Tagen nach dem 20. Juli 1942 trifft der Befehl über Umbenennung der "leichten Division" ein. Unter Beibehaltung der gegenwärtigen
Gliederung und Ausstattung erhält die Division nun die Bezeichnung 5. Jäger-Division.
Die Radfahr-Abteilung 5 wird wieder umbenannt in "Aufklärungs-Abteilung 5".
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